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Von Taurus-Rindern und Koniks, über Stock und Stein…

Spaziergang durch die Eickelborner Mersch 2024

Dieses Blitzlicht rückt ein Projekt in den Fokus, das Wasser, Pflanzen, Tiere und Menschen am Rande Eickelborns zusammenbrachte. Im Juni, Juli und August 2024 gab es 3 ABU-Angebote* zu Exkursionen durch die Lippeaue. Nachdem der Juni-Termin witterungsbedingt ausfallen musste, berichten wir hier von der nachfolgenden Juli-Exkursion.

Der Start unseres Ausflugs in die geschützte und renaturierte Mersch war ein Durchgang im Bereich Kastanienallee/Schellhasseweg. Eingefunden hatten sich etwa 30 Bürger und Bürgerinnen mit festem Schuhwerk und großem Interesse. Der ehrenamtlich tätige Mitarbeiter (und 1. Vorsitzende) der ABU, Herr Joachim Drüke, leitete mit Hinweisen zu Wegbedingungen, zu Verhaltensregeln in der Begegnung mit zwar an Menschen gewohnten, dennoch aber nicht domestizierten Rindern und Koniks ein. Es folgte ein Gang ‚über Stock und Stein‘ durch naturbelassen-unebenes, mal holpriges, mal schlammiges, mal mit Kuhfladen bedecktes Gelände. Die Auenlandschaft war geprägt von zeitweise überschwemmten, dann wieder trocken gefallenen Bereichen, durch Tümpel, Hügel, Trittspuren mit immer wieder überraschenden Ausblicken auf den Fluss, die Weide- und Buschlandschaft, die vorbeziehenden Tiere.

Herr Drüke schilderte Grundsätzliches zu Geschichte und Zielsetzungen des Auenprojekts. Die von ihm mitgeführten Schaubilder machten die Vielfalt der Informationen zu Tier- und Pflanzenwelt, zu Wasser- und Geländeverlauf anschaulich nachvollziehbar. Ausführlich wurden Fragen zu den rückgezüchteten Rindern, zu deren Versorgung, Pflege, Abgabe an andere Projekte, auch Vermarktung beantwortet.

Es gehe sowohl um eine Begrenzung der Herdengröße als auch um ein Einkreuzen alter Rinderrassen. Wertvoll waren ausführliche und geduldige Erklärungen zu Fragen bezüglich Pflanzen und Tieren, zu Eingriffen in die Natur und zu Renaturierungsmaßnahmen. Die Fragen nach einer Öffnung des Auenprotektorats wurden eingehend erörtert: Eine unstrukturierte Öffnung ziehe unbedachte Verunreinigungen, auch Vermüllung, weiter ausgedehntere Aufenthalte mit Zelten/Fêten, folglich eine problematische Störung der Tiere wie der Natur nach sich. Insofern gäbe es eine gelenkte Öffnung mit Führungen der ABU bei Bedarf bzw. auch auf Anfrage (j.drueke@abu-naturschutz.de) durch hinreichend große Gruppen, d. h. für Jedermann. 

Der weitere Gang durch die Mersch Richtung Osten entlang der Lippe, dann über einen Hügelbereich wurde von den Abstand haltenden, mitunter Frontstellung einnehmenden Rindern achtsam verfolgt. Nach etwa 2,5 Stunden erreichte die Gruppe durch das neue Tor an der Trotzbachbrücke wieder die Kastanienallee.  Die Verabschiedung erfolgte mit anhaltendem Applaus für den Leiter der Exkursion, Herrn Drüke, und mit Dankesworten des Eickelborner Ortsvorstehers, Antonius Schütte.

 

Zusammengefasst lohnt sich, so unser Fazit, auch die wiederholte Teilnahme an einer solchen Exkursion. Sie ist informativ, praxis- und naturnah, klärt über Rückkehrer in Fluss und Aue – über Fische und Amphibien (Frösche, Kröten, Unken, Molche), Vögel (z.B. Eisvogel, Neuntöter, Wasserralle, aber eben auch vielfältig Knäkente, Löffelente, Schnatterente, Krickente, Spießente, Pfeifente), Säugetiere (z.B. Biber) – auf und nimmt Interessenten in ihren Anliegen bedarfsgerecht mit.

Monika & Ulrich Kobbé
Eine Initiative des Bürgerrings Eickelborn e.V.

* ABU = Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz im Kreis Soest e.V.

 

Spaziergang durch die Eickelborner Mersch 2024

Spaziergang durch die Eickelborner Mersch 2024

Spaziergang durch die Eickelborner Mersch 2024

Spaziergang durch die Eickelborner Mersch 2024 Spaziergang durch die Eickelborner Mersch 2024 Spaziergang durch die Eickelborner Mersch 2024

 

 

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